Hymnen von Karlheinz Stockhausen wiederentdeckt

Am 30. November 1967 fand in einem Konzert "Musik der Zeit" des WDR in der Aula des Apostelgymnasiums in Köln die Welturaufführung von HYMNEN von Karlheinz Stockhausen statt.

Hymnen (elektronische und konkrete Musik) ist eine Komposition von Karlheinz Stockhausen, die von 1966 bis 1967 realisiert und 1969 nochmals modifiziert wurde. In Stockhausen-Werkverzeichnis trägt sie die Nummer 22. Das Werk ist von einem weltmusikalischen Charakter geprägt, indem ca. 40 Nationalhymnen als Klangobjekte Verwendung finden, die als Grundlage für elektronische Modulation und Transformation dienen und somit zu einer Einheit verknüpft werden. (https://de.wikipedia.org/wiki/Hymnen_(Stockhausen))

 

 


Zur weiteren Einführung und mit interessanter Erwähnung des Apostelgymnasiums hier noch das Programmheft zu einer Aufführung von HYMNEN im Rahmen des Berliner Musikfestes 2012 am 1. September 2012, Großer Sendesaal des rbb / Haus des Rundfunks, Berlin.


 

Interessanterweise weist die farbige Gestaltung mit den Bändern der auseinandergeschnittenen Fahnen auf der Plattenhülle der Deutschen Grammphon-Gesellschaft eine gewisse Verwandtschaft zu unserem Relief in der Aula auf.


Ergänzung:

Auch fand die Aufnahme von GRUPPEN für 3 Orchester im Apostelgymnasium statt:

Für die Deutsche Grammphon-Gesellschaft wurde, anläßlich einer Europa-Tournee (9.5.65)) dank der Initiative von Karl O.Koch, Leiter der Hauptabteilung Musik des WDR, in der Aula des Apostel-Gymnasiums, Köln, eine 3kanalige Tonbandaufzeichnung gemacht. Karlheinz Stockhausen dirigierte Orchester I, Bruno Maderna Orchester II und Michael Gielen Orchester III. Aus der 3kanaligen Aufnahme wurde eine 2kanalige stereophone Fassung für die Schallplatte hergestellt.