Januar 2017

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Vorwort

Dieses Schulprogramm entwickelt unser bisheriges Programm weiter, das zuletzt aus Anlass des 150-jährigen Bestehens des Apostelgymnasiums erstellt wurde.

Wir verstehen eine solche Grundlage der schulischen Arbeit als die Beschreibung unseres Selbstverständnisses, unserer Ziele und unserer praktischen Arbeit – demzufolge muss es immer wieder überprüft, diskutiert und fortgeschrieben werden.

Neben staatlichen Vorgaben (u.a. „Referenzrahmen“), der Tradition des Apostelgymnasiums und praktischen Erfahrungen spielt vor allem der „sokratische Diskurs“ eine wesentliche Rolle: das Gespräch mit allen Personen und Gruppen, die an der Gestaltung unserer Schule beteiligt sind, den Lehrerinnen und Lehrern, sowie den Eltern, Schülern und den verschiedenen Gremien und Institutionen, deren Erfahrung und Mitarbeit wichtiger Bestandteil unserer Arbeit sind.

Diese neue Fassung wurde in weiten Teilen in einer gesonderten Pädagogischen Konferenz erarbeitet.

Klaus Trier, Schulleiter
Gerhard Nurtsch, Redaktionsleiter
Bruno Krummel, Layout, Online-Redaktion

 

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I. Leitbild

Reflektierte Wertehaltung - Toleranz - selbstbewusste Offenheit

sind die Eckpfeiler, aus denen heraus das Leitbild des Apostelgymnasiums sich entwickelt. Sie sind der Orientierungsrahmen für die vielfältigen Aktivitäten in- und außerhalb von Unterricht und sie bestimmen die Grundzüge des Leitbildes unserer Schule.

Unser Leitbild ergibt sich

  • aus der Erfahrung und der Tradition der Schule, aus Kontinuität und Wandel
  • aus der täglichen Praxis, dem Erfahrungsaustausch, den Anregungen und Diskussionen der Kolleginnen und Kollegen sowie aller, die Schule mitgestaltenden Gruppen
  • aus der gesellschaftlichen Wirklichkeit und ihren Anforderungen, wie sie der Referenzrahmen zugrunde gelegt hat.

Unser Leitbild formuliert

  • die Grundlagen und das Selbstverständnis unserer pädagogischen und fachlichen Arbeit und aller Aktivitäten der Schule
  • eine Zielbestimmung, die sich als Herausforderung für den Diskurs einer zukünftigen Lebensgestaltung versteht.

Unser Ziel ist es, kontinuierlich ein Profil zu gestalten und zu verwirklichen, das die Potentiale und Handlungsmöglichkeiten der Schule entwickelt und ausschöpft (Referenzrahmen, NRW) in Hinblick auf die Konkretisierung und den Gestaltungsprozess von Unterricht, im Kontext und im Blick auf dessen gesellschaftliche, politische und kulturelle Bedingungen und Herausforderungen an die zukünftige Erwachsenengeneration.

Die unübersehbaren Umbrüche vor allem im naturwissenschaftlich-technologischen, aber auch politischen und gesellschaftlich-kulturellen Bereich sehen wir als Herausforderung, der wir uns zu stellen haben. Einerseits besteht unsere Aufgabe darin, durch die Fähigkeit zur Auseinandersetzung mit komplexen Problemstellungen, durch abstrahierendes, analysierendes, kritisches Denken unsere Schülerinnen und Schüler auf ein Hochschulstudium oder eine berufspraktische Ausbildung vorzubereiten. (NRW, Bildungsportal)

Aber neben der Ausbildung hat für uns Bildung eine gleichgewichtige, eigenständige Bedeutung. Wir sind in Übereinstimmung mit den Grundgedanken des Referenzrahmens davon überzeugt, dass Werteorientierung und Haltung und die Bereitschaft, sich zu engagieren und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen von sehr großer Bedeutung sind für Kooperation, Diskussion und für das Schulklima, in dem sich jeder Einzelne wohlfühlt in gegenseitiger Wertschätzung (Pädagogische Konferenz).

Vor allem aber sehen wir unsere schulische Arbeit über die Schule hinaus in einem größeren Zusammenhang: Wissenssysteme werden immer offener und komplexer, innovative Prozesse entfalten eine innere Dynamik, deren Konsequenzen und Folgen zunehmend schwerer abzusehen sind, globale Zusammenhänge sind nur sehr schwer zu überschauen. Aus diesen Gründen bekommen - neben fundiertem Wissen und der Bereitschaft zu eigenverantwortlichem Lernen - Persönlichkeitswerte eine immer größere, nicht zu überschätzende Bedeutung. Sie anzuregen, zu vermitteln und praktisch zu entwickeln, sehen wir als eine unserer wesentlichen Herausforderungen und Aufgaben.

Werte, die wir in dieser Weise für das Apostelgymnasium als wesentlich erachten, sind:

  • Solidarität mit und Verantwortung für Welt, Umwelt und Menschen gleichermaßen
  • Verantwortungsbereitschaft an Stelle von Egozentrik
  • Entwicklung und Entfaltung individueller Persönlichkeitsstrukturen, von daher
  • kritische Distanz zu aktuellen Moden, vor allem einem alles bestimmenden Konsumismus gegenüber
  • Freiheit als Voraussetzung der Bereitschaft und Fähigkeit zur Kooperation als Teil einer verantwortungsbewussten Nutzung von „Freiheit zu verantwortlichem Handeln“
  • die Freude zu erleben am Lernen, am Entdecken und beim miteinander Gestalten des öffentlichen Raums mit dem Ziel, an einer lebensgerechten Welt mitzubauen
  • insbesondere eine von Interesse und Achtung für fremde kulturelle Werte getragene Weltoffenheit und Toleranz

Es kommt unseres Erachtens darauf an, diese Werte als Maßstab für den jeweiligen konkreten Handlungsbereich als Richtschnur zu nutzen, um einerseits eine Schulgemeinschaft zu gestalten, in der jeder seine Fähigkeiten und seine Persönlichkeit entfalten kann. Andererseits sollen unsere Schülerinnen und Schüler dadurch den zukünftigen Aufgaben und Herausforderungen gerecht werden können.

Unser Schulprogramm formuliert damit nicht nur die Aufgaben, vor die wir uns gestellt sehen. Wichtige Schritte wurden schon getan. So hat sich das Apostelgymnasium sehr früh das Inklusionskonzept zu eigen gemacht und praktisch umgesetzt. Schüleraustauschprogramme verfolgen das Ziel welt- und menschenoffener Begegnungen. Aber auch unsere regelmäßigen Gottesdienste haben hierin ihre Bedeutung, so wie das Fach Praktische Philosophie, das von Anfang an in allen Klassen 5 bis 9 unterrichtet wird und sich ganz wesentlich mit Fragen eines wertebestimmten Handelns auseinandersetzt, - um nur einige Beispiele zu nennen.

Neben den traditionell dafür vorgesehenen Fächern und Lernbereichen wie Religion, Philosophie, daneben Kunst, Musik usw. kommt es uns ganz wesentlich darauf an, dass Lehren und Lernen, dass unsere Schule insgesamt - als eine interdependente Ganzheit verstanden - orientiert sind an einem komplexen Kompetenzbegriff, der Wissen und Fähigkeiten nicht isoliert hervorhebt, sondern mit Motivation, Haltung und Bereitschaft verbindet, in dessen Kern es um die Entwicklung von Persönlichkeiten (Referenzrahmen NRW) geht, die aktiv und kritisch am gesellschaftlichen Leben sich beteiligen und Verantwortung zu übernehmen bereit sind.

Wir verstehen diese Ziele gleichsam als Kompass, ohne den jede Fahrt ihre Orientierung verliert. Und Orientierung zu vermitteln - nicht zu oktroyieren! - erachten wir als eine zentrale Aufgabe des Apostelgymnasiums. Darauf haben Schülerinnen und Schüler ein Anrecht. Darin sehen wir eine wesentliche Verpflichtung.

Klaus Trier, Schulleiter

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II. Das Apostelgymnasium

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Geschichte und Tradition

1860 wurde das Apostelgymnasium als drittes Kölner Gymnasium unter dem Namen „Katholisches Gymnasium an der Apostelkirche“ gegründet. 1961 bezog die Schule ihr neues Gebäude im Kölner Stadtteil Lindenthal. Die Höhen und Tiefen seiner Geschichte und die vielen berühmten und einflussreichen Persönlichkeiten, die am Apostelgymnasium gelehrt und gelernt haben (u.a. Konrad Adenauer, siehe auch Festschrift 150 Jahre Apostelgymnasium), sind uns Verpflichtung und Herausforderung.

Die Spurensuche im Unterricht sowie Ausstellungen, Exkursionen, Feste, Projekte und Schulgottesdienste in der Apostelkirche dienen der Pflege unserer eigenen Tradition und der Auseinandersetzung mit ihr. Viele Ehemalige, die sich als „Altapostolaner“ verstehen, halten einen engen Kontakt zu „ihrer“ Schule und unterstützen unsere Arbeit auf vielfältige Weise.

Zur Geschichte der Schule
Nach Besetzung der Freien Reichsstadt Köln durch ein französisches Revolutionsheer (1793) wurden fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens neu geregelt; u.a. wurde 1799 die Kölner Universität mit den einzelnen Bursen geschlossen. An ihre Stelle trat die Université de Cologne, welche die ehemaligen Gymnasien unter einem Dach vereinigte. In preußischer Zeit existierten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Köln lediglich zwei Gymnasien: das katholische Marzellengymnasium, das vom Gymnasialfond getragen wurde und aus dem das heutige Dreikönigsgymnasium hervorging, und das protestantische Friedrich-Wilhelm-Gymnasium im Süden der Stadt.

Wegen der anwachsenden Kölner Bevölkerung bekundete der Rat der Stadt Köln bereits 1852 das Bedürfnis nach einem dritten Gymnasium; erst sieben Jahre später konnte der Grundstein für das Schulgebäude gegenüber der Basilika St. Aposteln, Am Apostelkloster, gelegt werden, dort, wo sich ab dem 2. Weltkrieg das Amerikahaus befand und heute die Fritz-Thyssen-Stiftung. Das schulische Leben an diesem Katholischen Gymnasium an der Kirche St. Aposteln begann mit dem 9. Oktober 1860, wobei die enge Bindung an den Gymnasialfond den Charakter einer stiftisch-katholischen Schule deutlich machte.

Zur ausführlichen Schulgeschichte der Stadt Köln, insbesondere des Apostelgymnasium, sei auf die sehr detailreiche Darstellung von Prof. Dr. Kippels in der Festschrift zum 150-jährigen Bestehen der Schule verwiesen.

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Standort und Gebäude

Das Apostelgymnasium liegt im Herzen von Lindenthal, zwischen der Dürener Straße und dem Park um den Rautenstrauchkanal, sowie in unmittelbarer Nähe zur Universität.

Die abwechslungsreiche Gebäudelandschaft des Apostelgymnasiums wird bestimmt durch das generalsanierte denkmalgeschützte Hauptgebäude (Architekt: Walther Ruoff, 1961) und der großen Aula mit der charakteristischen Großplastik von Norbert Kricke (Flächenbahn, 1961) und der von Konrad Adenauer 1964 gestifteten Orgel.

In Zusammenarbeit mit dem WDR als Konzertsaal geplant, bietet die Aula den würdevollen Rahmen für Konzerte, Ausstellungen und große Feste wie die Abiturentlassungen oder Karneval mit Raum für bis zu 1000 Gäste. Zur Aula bildet das Atrium mit Brunnen und zwölf Buchen das architektonische Pendant.

Die Ausstattung der Fach- und Klassenräume ist modern. 

Der markante rote Neubau (Architektin: Gabriele Glöckler, 2010/12) zur Biggestraße beherbergt den naturwissenschaftlichen und den gesellschaftswissenschaftlichen G Trakt.

Der raffiniert angeschlossene und 2016 eröffnete Inklusionsbau bietet Klassenräume mit angeschlossenen Differenzierungsräumen, Mensa, Selbstlernzentrum mit Computerarbeitsplätzen, die Schülerbibliothek sowie Aufenthalts- und Arbeitsräume. (Architektenbüro „FREIGEBER architekten“, 2016).

Die Sporthallen weisen ein differenziertes Angebot mit besonders guter Ausstattung und einer individuell gestalteten Außenanlage auf.

Die vielen großformatigen Wandbilder und die regelmäßig stattfindenden Ausstellungen schaffen im ganzen Gebäude eine ansprechende Atmosphäre.

Der grüne Schulhof mit großer Sonnenuhr, Bänken, Tischen und Tischtennisplatten bildet einen fließenden Übergang zum Park.

Die Lage der Schule im Park in unmittelbarer Nähe zur Universität und zur Sporthochschule begünstigt eine enge Kooperation, u.a. mit dem Sportinternat. Die Trainingsplätze sind schnell und sicher erreichbar, da das Apostelgymnasium gut an das öffentliche Verkehrssystem angeschlossen ist (Bahnlinie 1, 7 und 13, Buslinie 136 und 146, 15 Min. Fußweg vom Südbahnhof). Ein Fahrradkeller steht zur Verfügung.

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III. Fächer Schwerpunkte

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Fächerprofil
Naturwissenschaften Biologie, Chemie, Mathematik, Physik, Technik
Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Latein, Spanisch
Gesellschaftswissenschaften Erdkunde, Geschichte, Politik / Wirtschaft, Sozialwissenschaft / Wirtschaft
Musische Fächer Kunst, Musik
Religion, Philosophie evangelische Religionslehre, katholische Religionslehre, jüdische Religionslehre, Philosophie
Sport  

 

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1.  Sprachen

Die Vermittlung der alten und modernen Sprachen hat bei uns einen besonderen Stellenwert, sodass wir ein differenziertes Angebot an alten und modernen Fremdsprachen bereithalten. Diese sprachliche Vielfalt bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, deren Synergieeffekte optimal zu nutzen.

Der Englischunterricht der Klasse 5 baut auf den in der Primarstufe erworbenen Kenntnissen auf, konsolidiert diese und entwickelt sie kontinuierlich weiter. Aktuell können die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6 ihren individuellen Neigungen entsprechend zwischen Französisch und Latein wählen. Ab dem Schuljahr 2017/18 wird die zweite Fremdsprache Französisch bzw. Latein bereits ab Klasse 5 unterrichtet. Im Rahmen des Differenzierungsunterrichts ab Klasse 8 kann zudem zwischen Französisch und Spanisch gewählt werden. Schließlich kann in der Einführungsphase der Oberstufe Spanisch als neu einsetzende Fremdsprache belegt werden.

Latein
Die Vermittlung guter Grundkenntnisse der lateinischen Sprache bietet die Möglichkeit, das Latinum zu erwerben. Einige Studiengänge verlangen nach wie vor den Nachweis von Lateinkenntnissen. Diese an der Universität zu erlangen, ist mit einem großen Arbeitsaufwand verbunden. Zudem lassen sich viele moderne Sprachen in hohem Maße aus der lateinischen Sprache ableiten. Darüber hinaus ist der Lateinunterricht in hervorragender Weise geeignet, sprachliche und gedankliche Strukturen zu erkennen und auszubilden. Somit trägt er dazu bei, die eigene Muttersprache leichter zu erlernen. Zudem führt ein moderner Lateinunterricht in die Denkweise der Antike ein und hilft, unsere Welt besser und tiefer zu verstehen. Im Lateinunterricht werden Selbstdisziplin und Konzentrationsfähigkeit gefordert und damit auch gefördert, da das Lateinische in besonderem Maße ein genaues Hinsehen und Analysieren von Sprache verlangt.

Vielfalt der modernen Sprachen
Der Erwerb moderner Fremdsprachen ist im Zeitalter der Globalisierung unverzichtbarer denn je. Sichere Kenntnisse der lingua franca Englisch werden in nahezu jeder Berufssparte vorausgesetzt. Darüber hinaus wird in vielen Berufen das Beherrschen einer weiteren modernen Fremdsprache verlangt. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, werden sowohl Französisch als auch Spanisch wahlweise jeweils in verschiedenen Jahrgangsstufen angeboten. Dabei erhält die Mündlichkeit in allen modernen Fremdsprachen einen besonderen Stellenwert. Dies spiegelt sich auch in den regelmäßig stattfindenden mündlichen Kommunikationsprüfungen wider.

Besonders interessierte und leistungsstarke Schülerinnen und Schüler werden durch Belegung eines Zusatzkurses auf die Prüfung zur Erlangung international anerkannter Diplome in Französisch (DELF, DALF) und in Spanisch (DELE) vorbereitet. Des Weiteren haben unsere Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 die Möglichkeit, an einem Austausch mit Nîmes teilzunehmen, den Alltag in Frankreich kennenzulernen und somit ihre im Unterricht erworbene interkulturelle Handlungsfähigkeit anzuwenden.

Sprachenfolge:

  • ab Kl. 5: Englisch (4 Std.)
  • ab Kl. 6: Latein oder Französisch (je 4 Std.)
  • ab Kl. 8: wahlweise Französisch, Spanisch und/oder Alt-Griechisch (stadtweit)
  • ab Jg. 10: wahlweise Spanisch

 

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2. Musisch-künstlerische Bildung

Ein großes Anliegen ist uns die musisch-künstlerische Bildung unserer Schülerinnen und Schüler. Der reguläre Fachunterricht in Musik und Kunst wird durch Arbeitsgemeinschaften ergänzt.

Musik
Die Arbeit mit dem Chor, dem Orchester, mit verschiedenen Schülerensembles, der Schulband sowie die Theaterarbeit sind feste Bestandteile des Schulalltags. Konzerte, Theaterabende und regelmäßig stattfindende Vorspielabende prägen unser Schulleben. Die beiden Musikräume werden in naher Zukunft um einen größeren Sammlungsraum ergänzt werden. Damit erhöht sich die Möglichkeit für unsere Schülerinnen und Schüler, ihre vielfältigen Begabungen zu entwickeln und unter Beweis zu stellen.

Während im Unter- und Mittelstufenchor gemeinsames Musizieren ohne größere Vorkenntnisse ermöglicht und verfeinert wird, fasst das Orchester Instrumentalistinnen und Instrumentalisten aller Jahrgangsstufen zusammen. Die Schulband-AG bietet vor allem Schülerinnen und Schülern der Oberstufe die Möglichkeit, ihre musikalischen Talente weiterzuentwickeln.

Darüber hinaus werden in allen musikalischen AGs Fähigkeiten, wie Selbstständigkeit, Ausdauer, Disziplin und Teamfähigkeit, gefördert. Auftritte bei den Konzerten und Veranstaltungen der Schule, im Rahmen der Karnevalsfeier oder beim Sportfest sind dabei für die jeweiligen Ensembles ein wichtiger Bestandteil unserer Schulkultur.

Eine gemeinsame Fahrt zu Vorbereitung der musikalischen Veranstaltung des zweiten Halbjahres soll für den Wechsel zwischen erstem und zweitem Halbjahr etabliert werden.

In Kooperation mit der Ehrenfelder Musikschule wird in den Räumen des Apostelgymnasiums Instrumental- und Gesangsunterricht am Nachmittag angeboten.

Kunst
Für Bereiche des plastischen Gestaltens steht ein gut ausgestatteter Werkraum zur Verfügung. Professionelle Computerarbeitsplätze machen neue Methoden der Bildherstellung und -bearbeitung möglich. Die Anbindung an die Museumsschule und der Kontakt zum Museumsdienst Köln schaffen günstige Voraussetzungen für die Erfahrung und Nutzung des außerschulischen Lernorts Museum. Ergebnisse des Kunstunterrichts bereichern den schulinternen Raum durch Wechsel- und Dauerausstellungen aller Jahrgangsstufen.
 

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3. Religiös-philosophische Bildung

Schülerinnen und Schüler an die zentralen Fragen nach dem Sinn und Wert menschlichen Lebens heranzuführen, ist für uns von großer Bedeutung.

Der Religionsunterricht in seiner katholischen und evangelischen Ausprägung wird in allen Jahrgangsstufen erteilt, jüdischen Religionsunterricht bieten wir in Kooperation mit der Synagogengemeinde an.

Regelmäßig stattfindende katholische, evangelische und ökumenische Schulgottesdienste, die von Schülerinnen und Schülern mitgestaltet werden, begleiten das Schuljahr. Zudem werden Meditationen und Morgenandachten in der Advents- und Fastenzeit im Ruheraum angeboten.

Die Schülerinnen und Schüler, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, belegen in der Unter- und Mittelstufe das Fach Praktische Philosophie, wo konkret Probleme des moralisch guten Handelns, ethischer Normen und eines reflektierten Daseins in der Welt untersucht und erörtert werden. In der Oberstufe erarbeitet das Fach Philosophie Kenntnisse und Grundlagen, um die Schüler in die Lage zu versetzen, sich mit den zentralen Fragen der menschlichen Existenz, der ethischen und politischen Probleme, sowie Fragen der Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie fundiert auseinandersetzen zu können.

 

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4. Naturwissenschaften, Technik

Die heutigen Schülerinnen und Schüler wachsen in einer von den Naturwissenschaften und der Technik umfassend geprägten Welt auf. Daher bildet die Vermittlung einer soliden naturwissenschaftlich-technischen Bildung und Ausbildung einen weiteren Schwerpunkt unserer schulischen Arbeit. Dies zeigt sich auch in der Mittelstufendifferenzierung, die einen Schwerpunkt auf Naturwissenschaften (Biologie/Chemie bzw. Technik/Physik) legt. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Arbeit mit moderner Computertechnologie.

Dank der finanziellen Unterstützung durch den Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds sind wir hervorragend mit Laborgeräten, Experimentiermaterial, Maschinen und Werkzeugen ausgestattet.

Die Chemie-Fachräume sollen erweitert werden. Die Technikräume werden umfassend aus- und umgebaut. Die Ausstattung der Sammlung wird um zahlreiche Maschinen, Werkzeuge und Experimentiermaterialien ergänzt. Ein 3D-Bearbeitungszentrum und ein Maschinenraum werden eingerichtet.

Die Schule unterstützt Schülerinnen und Schüler durch die Ermöglichung der Teilnahme an Schülerstudiengängen in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern sowie bei der Teilnahme an Wettbewerben und Projekten.

Technik
Neben einem qualifizierten Fachunterricht in Biologie, Chemie und Physik bieten wir als einziges Kölner Gymnasium zudem Grund- und Leistungskurse in Technik an, ein Fach, welches u. a. Grundlagen zur Elektronik, Programmierung und Steuerungstechnik sowie zur Versorgung mit elektrischer Energie einschließlich der Behandlung erneuerbarer Energien vermittelt. Hier entwickeln die Schülerinnen und Schüler Kenntnisse und Kompetenzen für Berufsfelder, die in der heutigen Lebens- und Arbeitswelt von besonderer Bedeutung sind. Eine Technik-AG und ein technikorientierter Projektkurs in Q1 bietet zusätzliche Möglichkeiten dieses Feld zu vertiefen.

Die EDV des Apostelgymnasiums wird kontinuierlich auf dem neusten Stand gehalten. Neben zwei Computerräumen steht für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe ein Selbstlernzentrum zur Verfügung. Alle Fachräume sind mit Computer und Beamer oder einer interaktiven Tafel ausgestattet. Zusätzlich verfügt die Schule über mobile Computereinheiten, iPads, ein eigenes Intranet und schulweiten WLAN-Zugang.

Moodle
Am Apostelgymnasium besteht insbesondere in den Kursen der Sekundarstufe II die Möglichkeit zur Nutzung der E-Learning-Plattform Moodle.

Durch die Einbindung von Moodle-Kursen in den Unterricht haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit jederzeit über dieses Internet-Portal auf Unterrichtsmaterialien zuzugreifen, Ergebnisse auszutauschen, sich in einem Diskussionsforum einzubringen, wichtige Termine einzusehen, Abstimmungen durchzuführen und Tests zu bearbeiten. Darüber hinaus haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, auch auf verschiedene Formulare oder Dokumente für den Schulalltag zuzugreifen, wie z.B. die Bestätigung zum Betriebspraktikum. Insbesondere wird durch die Nutzung von Moodle eine Einbindung von modernen Medien, wie z.B. Tablet PC‘s, in den Unterricht begünstigt, da z.B. die Lehrkraft mithilfe von Moodle Unterrichtsmaterialien direkt im Unterricht teilen kann oder die Schülerinnen und Schüler z.B. recherchierte Informationen oder erarbeitete Arbeitsergebnisse im Unterricht über Moodle austauschen können. Mithilfe der Einbindung von Moodle kann so auch ein Beitrag zur Ausbildung der Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler geleistet werden, welche in einer zunehmend technisch und medial geprägten Gesellschaft immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Mögliche Perspektiven unserer Arbeit mit Moodle sind:

  • In Bezug auf die Ausbildung der Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler bietet Moodle auch die Möglichkeit zur Einbindung von Wochenplanarbeit oder so genannten Selbstlernkursen.
  • Nach Überarbeitung der Benutzerverwaltung, was zurzeit stattfindet, besteht hier auch die Möglichkeit zur weiteren Einbindung der Plattform in der Sekundarstufe I.
  • Insbesondere in der Sekundarstufe I wäre es wünschenswert Moodle, noch weiter in den Schulalltag, sowohl im Unterricht als auch außerunterrichtlich zu integrieren. So kann den Schülerinnen und Schülern von Beginn an die Möglichkeit und der mögliche Mehrwert von Moodle aufgezeigt werden, um sie so auch frühzeitig mit der Nutzung vertraut zu machen, was eine langfristige und selbstständige Nutzung der Plattform durch die Schülerinnen und Schüler im Unterricht und untereinander begünstigt.

 

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5. Sportliche Förderung

Das Apostelgymnasium bietet allen Schülerinnen und Schülern ein vielfältiges Sportangebot im Unterricht, in Arbeitsgemeinschaften und anderen Sportmodulen (Sportfeste, Klassenfahrten mit sportlichem Schwerpunkt, Sporthelferausbildung, Teilnahme an sportlichen Wettkämpfen u.a.). In der Sekundarstufe II ist das Fach Sport als 4. Abiturfach wählbar.

Als Leitschule im Verbund „NRW-Sportschule“ will das Apostelgymnasium zusammen mit drei weiteren Schulen sportlich begabte Schülerinnen und Schüler verstärkt fördern und die Vereinbarkeit von Leistungssport und Schule ermöglichen. Für die Schülerinnen und Schüler in unserem Sportzweig versuchen wir Rahmenbedingungen zu schaffen, die ihnen die Möglichkeit einer dualen Karriere von Sport und individuellem schulischen Bildungsweg eröffnen.

In der Sekundarstufe I erhalten die Schülerinnen und Schüler der Sportklassen (Stufe 5-7) fünf Stunden verbindlichen Sportunterricht. Dabei wird unter anderem durch die Unterstützung eines qualifizierten Trainers eine sportartenübergreifende, motorisch vielseitige sportliche Ausbildung angestrebt. Eine Voraussetzung für die Aufnahme in die Sportklasse ist ein sportmotorischer Test in der Jahrgangsstufe 4 und in der Jahrgangsstufe 7.

Bei den älteren Jahrgängen erfolgt eine sportartspezifische Förderung. Hier nehmen die Trainingsumfänge und Wettkämpfe deutlich zu. Für die Schülerinnen und Schüler in unserem Sportzweig wird versucht, die Trainingszeiten im Stundenplan zu berücksichtigen und individuelle Unterrichtsbefreiungen für Training und Wettkämpfe, sowie Klausurverschiebungen zu ermöglichen. In der Sekundarstufe II ist in einzelnen Fällen die Möglichkeit einer Schulzeitstreckung gegeben. Durch diese Maßnahmen können die Schülerinnen und Schüler entlastet und ein sportartspezifisches Training, sowie die Teilnahme an nationalen und internationalen Wettkämpfen ermöglicht werden.

Durch eine enge Zusammenarbeit mit den Vereinen, dem Sportinternat Köln und den Schulen im Verbund können so hervorragende Bedingungen für junge Sportlerinnen und Sportler geschaffen werden. Die räumliche Nähe zu den zentralen Sport- und Trainingsstätten der Stadt und die gute Verkehrsanbindung bilden dabei optimale Voraussetzungen für unser schulisches Engagement.

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IV. Inklusion

Seit dem Schuljahr 2013/14 stellt sich das Apostelgymnasium der Herausforderung der Inklusion. Wir sind eines von sechs Gymnasien in Köln mit Gemeinsamem Lernen. Insbesondere bieten wir Plätze für Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation an.

So begann auch unser Weg des Gemeinsamen Lernens mit der Aufnahme von Schülerinnen und Schülern mit diesem Förderschwerpunkt, die zielgleich unterrichtet werden.

Damit die Schülerinnen und Schüler dem Unterricht folgen können, arbeiten wir in den jetzigen „Inklusionsklassen“ mit Mikrofonen und FM – Anlagen. Darüber hinaus verfügen wir ab dem Schuljahr 2016/17 über einen Inklusionsbau, in dem in vier Klassen durch Differenzierungsräume, Schallschutzmaßnahmen und weitere technische Ausstattung die individuelle Förderung noch weiter unterstützt wird.

Doch allein durch äußere Rahmenbedingungen ist es nicht getan. Gemeinsames Lernen erfordert einen sensiblen Blick für den Einzelnen. Im speziellen Fall der Schülerinnen und Schüler mit differenziertem Hörvermögen muss neben den Differenzierungsräumen stets auf geeignete Raumarrangements geachtet werden und geprüft werden, ob die Kinder dem Unterricht auch wirklich folgen können.

Unterstützt werden wir hierbei von Sonderpädagoginnen der benachbarten Förderschule für Hören und Kommunikation, die die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte in den Inklusionsklassen stundenweise begleiten. Darüber hinaus formulieren sie Förderpläne und beraten die Eltern. Außerdem bieten sie regelmäßig auch Fortbildungen zur Sensibilisierung für diesen Förderschwerpunkt an und informieren über mögliche Maßnahmen zum Nachteilsausgleich. Um den Schulwechsel von der Grundschule so reibungslos wie möglich zu gestalten, legen wir Wert auf einen frühzeitigen Austausch mit den Eltern und abgebenden Schulen.

Unser Weg des gemeinsamen Lernens geht weiter – seit dem Schuljahr 2015/16 haben wir uns auch für andere Förderschwerpunkte geöffnet, zum Beispiel dem Förderschwerpunkt Lernen. Auch hier arbeiten wir mit Schulbegleitern und Sonderpädagogen eng zusammen. In diesem Bereich stehen wir aber noch am Anfang und entwickeln unsere Arbeit stetig weiter, was jedoch vor allem von der Bereitstellung erforderlicher Ressourcen durch die Bezirksregierung abhängt.Jedes Konzept braucht aber auch eine entsprechende Haltung, um Wirklichkeit zu werden. Wir am Apostelgymnasium betrachten jeden Einzelnen in seiner Einzigartigkeit und nehmen ihn in den Blick, fördern individuelle Stärken und lernen gemeinsam voneinander.

 


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V. Ganztag und Stufen 

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Ganztag

Das Apostelgymnasium ist eine Gebundene Ganztagsschule. In diesem Sinne begreifen wir Schule als Lebensraum und Ort des Lernens, in dem sich alle wohlfühlen und individuelle Stärken gefördert und gefordert werden.

Das Ganztagskonzept sieht drei Langtage vor, wobei den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geboten wird, sich an einem dieser Tage befreien zu lassen, um außerschulische Angebote wahrnehmen zu können. Darüber hinaus bieten wir ein umfangreiches AG-Angebot, das den vielfältigen Interessen der Schülerinnen und Schüler gerecht wird. Zusätzlich ermöglichen wir ihnen, im Rahmen von Lernzeiten und außerschulischen Partnern eine kompetente schulische Betreuung. Neben der Unterstützung bei den Schulaufgaben ist es unser Ziel, die Schülerinnen und Schüler zum selbstständigen Lernen anzuleiten.

Auch hier werden derzeit neue Perspektiven der Entwicklung des Konzepts der Gebundenen Ganztagsschule erarbeitet:

  • stärkere Einbindung von Schülerinnen und Schüler in das Konzept Schule als Lebensraum
  • stärkere Einbindung von Schülerinnen und Schülern z.B. Schulgarten,
  • Schüler helfen Schüler, Streitschlichtung, Ernährung, Kochen
  • Schaffen einer lernförderlichen Umgebung
  • Wochenplanarbeit und vereinheitlichte Rückmeldung und Wertschätzung

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Die pädagogischen Zielvorstellungen in den einzelnen Stufen
1. Erprobungsstufe

Die Erprobungsstufe umfasst die Jahrgangsstufen 5 und 6 mit der pädagogischen Zielsetzung, die Schülerinnen und Schüler behutsam, aber verbindlich an die Fächer und Unterrichtsmethoden des Gymnasiums heranzuführen.

Die Lehrerinnen und Lehrer in der Erprobungsstufe erweitern und vertiefen die Lernerfahrungen der Kinder aus der Grundschule, fördern die Entwicklung der Kenntnisse und Fähigkeiten der Kinder und führen mit steigendem Anspruch und angemessenem Tempo an die Arbeitsweise des Gymnasiums heran.

In Zusammenarbeit mit den Eltern wird die Eignung für die gewählte Schulform Gymnasium beobachtet. Innerhalb der Erprobungsstufe gehen die Schülerinnen und Schüler ohne Versetzung von der Klasse 5 in die Klasse 6 über. Am Ende der Klasse 6 entscheidet die Versetzungskonferenz nicht nur über die Versetzung in die Klasse 7, sondern auch über die Eignung für den weiteren Besuch des Gymnasiums.

Allen interessierten Grundschülerinnen und Grundschülern und ihren Eltern bietet das Apostelgymnasium unterschiedliche Veranstaltungen an, um die Schule, ihre Unterrichtsangebote und pädagogischen Schwerpunkte kennenzulernen: Tag der offenen Tür, Informationsabend für Grundschuleltern und Begrüßungsnachmittag.

Wir ermöglichen unseren neuen Schülerinnen und Schülern einen sanften Übergang von ihren Grundschulen auf unser Gymnasium. Unser Übergangskonzept sieht eine behutsame Eingewöhnungsphase vor. Um die Identifikation mit der Schule und die Klassengemeinschaft zu stärken, arbeiten wir mit Klassenleitungsteams und Orientierungsstunden (Lions Quest). Ein weiterer Baustein ist die Kennenlernfahrt, die von Tutorinnen und Tutoren der Stufe EF unterstützt wird.

 

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2. Mittelstufe

Die Mittelstufe umfasst die Jahrgangsstufen 7 bis 9. Ein besonderer Schwerpunkt in der pädagogischen Arbeit liegt in der individuellen Beratung der Schülerinnen und Schüler. Folgende Themen stehen dabei im Mittelpunkt:

  1. Individuelle Beratung bei der Wahl der unterschiedlichen Fächer am Ende der Klasse 7 für den Wahlpflichtbereich II (Klasse 8).

    Unser Angebot umfasst wahlweise

    - eine dritte Fremdsprache, Französisch, Spanisch, oder

    - einen naturwissenschaftlichen Kurs mit der Fächerkombination Biologie/Chemie bzw. Physik/Technik

  2. Individuelle Beratung bei möglichem Schullaufbahnwechsel sowie bei Auslandsaufenthalten nach der Klasse 9.
    Unser gemeinsames Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler in ihren unterschiedlichen Entwicklungsphasen zu begleiten und sie in ihren individuellen Interessen und Begabungen zu stärken. Dies gelingt durch die effektive und stetige Zusammenarbeit zwischen Klassenleiterteams, Koordinatoren, Beratungslehrern, Eltern und Schülern.

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3. Oberstufe

Die Oberstufe umfasst die Jahrgangsstufen EF, Q1, Q2. Unter dem Leitbild unserer Schule vermitteln wir unseren Oberstufenschülerinnen und -schüler unterrichtlich und außerunterrichtlich eine umfassende, die individuellen Interessen und Begabungen fördernde Bildung mit dem Ziel, Selbstverwirklichung in sozialer Verantwortung zu fördern.

Neben einem Fachunterricht bieten wir zahlreiche zusätzliche Fördermaßnahmen an.

Analog zu unseren zentralen Leitvorstellungen bedeutet dies: umfassende gesellschaftliche und personale Handlungskompetenz, Leistungsbereitschaft, Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit und kreatives Problemlösungsverhalten. Wir legen Wert auf kollegiale Zusammenarbeit und eine positive Lernatmosphäre untereinander und mit den Schülerinnen und Schülern, die von gegenseitiger Wertschätzung geprägt ist.

Leistungskurse werden in der Regel bei entsprechend großer Nachfrage in folgenden Fächern eingerichtet: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Kunst, Musik, Geographie, Geschichte, Sozialwissenschaften/ Wirtschaft, Mathematik, Physik, Technik und Biologie. Ebenfalls bei entsprechender Nachfrage sind zum Teil Kurse in Kooperation mit der benachbarten Liebfrauenschule möglich.

Um Lerninhalte verschiedener Fächer miteinander zu vernetzen, wissenschaftspropädeutische Arbeitsformen zu erproben und aktuelle Bezüge herzustellen, werden Projektkurse eingerichtet.

Eine ausführliche Einführung in die gymnasiale Oberstufe und die Kurswahlen zur Jahrgangsstufe sowie individuelle Beratungen der Schülerinnen und Schüler sind obligatorisch und werden zu Beginn jedes Halbjahres durchgeführt. Festgelegte Sprechzeiten ermöglichen darüber hinaus bei Bedarf weitere persönliche Gespräche der Stufenleiterinnen und Stufenleitern mit den Schülerinnen und Schülern bzw. mit den Eltern.

Da sich unsere Schule als eine lernende Organisation versteht, in der kontinuierliche Verbesserungsprozesse die Arbeit bestimmen, werden der Unterricht, seine Ergebnisse sowie Organisationsformen in regelmäßig stattfindenden Besprechungen evaluiert.

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VI. Fördern, fordern, beraten

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1. Angebote

Für uns ist es selbstverständlich, mit modernen und fachspezifischen Methoden die Unterrichtsinhalte zu vermitteln und Lernen in systematischer Progression zu ermöglichen.

Dazu haben wir ein eigenes Methodenkonzept erarbeitet, das in die kompetenzorientierten Lehrpläne eingearbeitet wurde. Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I werden so auf die Anforderungen in der Oberstufe vorbereitet.

Wir streben an, dass alle Schülerinnen und Schüler optimal und individuell gefördert werden. Daher bieten wir neben differenzierten Lernaufgaben im Unterricht sowohl ergänzende kompensatorische Fördermaßnahmen als auch spezielle Förderangebote für besonders leistungsstarke Schülerinnen und Schüler an:

  • Förderunterricht in den Klassen 5 bis 9
  • Vertiefungskurse in der Jahrgangsstufe EF
  • Lernzeit (Hausaufgabenbetreuung) in Klassen 5 bis 8
  • Teilnahme an Wettbewerben (z. B. Känguru-Wettbewerb in Mathematik)
  • Teilnahme an Sprachprüfungen (DELF, DALF, DELE)
  • Sportförderung im Rahmen des Sportzweiges.
  • Förderung des individuellen Überspringens
  • Förderung des Auslandsaufenthaltes in der Jahrgangsstufe EF
  • Vermittlung von Auslandspraktika in Zusammenarbeit mit der Fa. Böttcher
  • Teilnahme am Programm Schule und Universität (Jg. 9, EF, Q1 und Q2)
  • Apostelpreis
  • Geldprämien durch den Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds
  • Zahlreiche Arbeitsgemeinschaften dienen der individuellen Förderung und Entfaltung unserer Schülerinnen und Schüler.
  • Das Apostelgymnasium besitzt ein detailliertes Konzept zur Berufs- und Studienwahlvorbereitung.

Unser Fahrtenkonzept ergänzt die unterrichtliche und erzieherische Arbeit der Schule. Es beinhaltet Begegnungsfahrten, Wanderfahrten, Skikompaktkurse und Studienfahrten ins In- und Ausland, die im Unterricht sorgfältig vor- und nachbereitet werden.

Das Apostelgymnasium bietet darüber hinaus attraktive Angebote zur interkulturellen Begegnung im Rahmen eines Schüleraustausches an.
Wir führen einen regelmäßigen Schüleraustausch mit dem Bildungszentrum Hakfar Hayarok in der unmittelbaren Nähe von Tel Aviv in Israel durch.
Ebenfalls besteht ein Schüleraustausch mit dem Collège Jean Rostand in Nîmes, einer der schönsten provenzalischen Städte Frankreichs.

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2. Fördermaßnahmen

Neben dem Fachunterricht bieten wir zahlreiche Fördermaßnahmen an:

  • Aufenthalte an ausländischen Schulen in der Einführungsphase
  • Mitgestaltung von Projekttagen zu aktuellen Themen
  • Mitarbeit in Chor, Orchester und Band
  • Veranstaltung von Konzerten
  • Besuch von Schauspiel- und Operndarbietungen mit Betreuung durch Fachlehrer
  • Durchführung von Exkursionen mit wissenschaftsorientierten Auswertungen
  • Besuch weiterer außerschulischer Lernorte
  • Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften wie z.B. Sanitätsdienst, Licht und Ton AG und Schulband-AG
  • Teilnahme an Einführungsveranstaltungen verschiedener Universitäten
  • Begabten- und Hochbegabtenförderung
    • durch Vermittlung zu nationalen und internationalen Wettbewerben
    • durch Vermittlung zur Teilnahme am Projekt „Schüler an der Universität“ der Universität zu Köln
    • durch Motivation zur Teilnahme an Vorlesungen und Übungen der Universität zu Köln im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich
  • Berufsberatung in der Qualifikationsphase in Zusammenarbeit mit dem BIZ und verschiedenen Betrieben
  • Studienfahrt in der Qualifikationsphase unter fachwissenschaftlichen Aspekten
  • Mitgestaltung und Teilnahme an speziellen Oberstufengottesdiensten

Um den Schülerinnen und Schülern frühzeitig einen Einblick in die Berufswelt zu ermöglichen, führen wir in der Jahrgangsstufe EF ein dreiwöchiges Betriebspraktikum durch, das von den Fächern Sozialwissenschaften und Deutsch unterrichtlich vor- und nachbereitet und von allen in der Klassenstufe unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrern begleitet wird. Die Suche nach geeigneten Plätzen soll nach Möglichkeit selbständig durch die Schülerinnen und Schüler erfolgen. Anhand einer Sammelmappe mit Firmenadressen, die Praktikumsplätze anbieten bzw. mit Praktikumsberichten können sich interessierte Schülerinnen und Schüler informieren.

Mit der Firma Böttcher hat das Apostelgymnasium eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, die Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe die Möglichkeit einer Betriebsbesichtigung gibt, um Einblicke in die Arbeits- und Funktionsweise eines mittelständisches Unternehmens zu gewinnen, das Praktikum dort abzuleisten und eventuell später zu einem Auslandspraktikum entsandt zu werden.

 

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3. Beratung

Die Beratung von Schülerinnen und Schülern und Eltern ist ein elementarer Bestandteile der schulischen Arbeit. Sie umfasst nicht nur Fragen der schulischen Entwicklung im engeren Sinne.

Für die Beratung der Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern stehen die Fachlehrerinnen und -lehrer und die Klassenlehrerinnen und -lehrer bzw. die Laufbahn-Beratungslehrerinnen und -lehrer in der Oberstufe zur Verfügung.

Zu Ergänzung und Intensivierung der allgemeinen Beratungstätigkeit der Lehrerinnen und Lehrer hat das Apostelgymnasium ein Beratungslehrerteam, welches über eine nachgewiesene Beratungskompetenz verfügt.

Für die Beratung der Eltern unserer neuen Schülerinnen und Schüler aus den Grundschulen stehen unsere Erprobungsstufenkoordinatorin sowie die Schulleitung bereits vor den Anmeldeterminen nach vorheriger Terminvereinbarung zur Verfügung. Zudem laden wir zum Tag der offenen Tür im Herbst und zu einem Informationsabend im Januar ein. Am Tag der offenen Tür können interessierte Eltern und Kinder am Unterricht teilnehmen.

Schülerinnen und Schüler, die zum Apostelgymnasium wechseln, werden von der Schulleitung und den zuständigen Lehrkräften beraten.

Vor der Differenzierung in den Klassen 8 und 9 sowie vor und im Verlauf der Oberstufe finden für Schülerinnen und Schüler und Eltern spezielle Informationsveranstaltungen statt.

Neben den Sprechstunden aller Lehrkräfte werden zweimal jährlich Elternsprechtage durchgeführt.

Aus unseren pädagogischen Leitzielen ergibt sich, dass Information und Beratung einen hohen Stellenwert genießen und deshalb im Schulalltag vielfältig verankert sein müssen. Denn neben den im Schulgesetz vorgeschriebenen Maßnahmen zur Information und Beratung sollen Orientierungsveranstaltungen und -gespräche dazu beitragen, dass Schülerinnen und Schüler und Eltern bei der Planung der Schullaufbahn und der Auswahl der besonderen Angebote unserer Schule die richtigen Entscheidungen treffen können. Darüber hinaus versuchen wir auch dann sorgfältige und qualifizierte Hilfe anzubieten, wenn es für einen Schüler oder eine Schülerin einmal „nicht so gut läuft“ oder wenn zusätzliche Fördermöglichkeiten gesucht werden müssen.

Allgemeine Information und Beratung über die Bildungsangebote unserer Schule gibt es im Rahmen der folgenden Veranstaltungen:
  • Tag der offenen Tür
  • Für die Beratung der Eltern unserer neuen Schülerinnen und Schüler aus den Grundschulen stehen unsere Erprobungsstufenkoordinatorin sowie die Schulleitung bereits vor den Anmeldeterminen nach vorheriger Terminvereinbarung zur Verfügung.
  • Für Schülerinnen und Schüler, die zum Apostelgymnasium wechseln werden von der Schulleitung und den zuständigen Lehrkräften beraten.
  • Informationsabend für Eltern kommender Fünftklässler
  • „Schnupperunterricht“ und Informationsabend zur Wahl der zweiten Fremdsprache (Französisch/Latein) gegen Ende der 5. Klasse
  • Informationsabend zum Wahlbereich der Mittelstufe gegen Ende der 7. Klasse
  • Informationsveranstaltung über die Fächer und Organisation der gymnasialen Oberstufe gegen Ende der 9. Klasse,
  • Informationsveranstaltungen zu Inhalten und Anforderungen der Leistungskursfächer (im 2. Halbjahr der Jahrgangsstufe EF) und zu Arbeitstechniken und Methoden der gymnasialen Oberstufe (z.B. Anfertigen von Facharbeiten, im 1. Halbjahr Q1)
  • Individuelle Information und Beratung der Eltern über die Lern und Leistungsentwicklung ihres Kindes
  • Feste wöchentliche Sprechstunde jeder Kollegin und jedes Kollegen; individuelle Terminvereinbarung bei Bedarf
  • Zwei Elternsprechtage im Schuljahr, im November und im Mai (zum Warnungstermin)
Information und Beratung zur Schullaufbahn:
  • Beratung der Eltern von Grundschulkindern mit eingeschränkter Gymnasialempfehlung vor und im Lauf der Anmeldewoche
  • Mitteilungen an die Eltern über den Lernerfolg während und am Ende der Erprobungsstufe
  • Mitteilung an die Eltern über den Lernerfolg am Ende von Klasse 7
  • Individuelle Laufbahnberatung in wöchentlichen Sprechstunden der Stufenkoordinatoren (Sek I) sowie der Beratungslehrerinnen und -lehrer der Jahrgangsstufen (Sek II)
  • Beratung bei Schulformwechsel und Vermittlung an eine andere Schule
Besondere Beratungsangebote für Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern:
  • Beratung zur Begabtenförderung
  • Beratung und Betreuung von Schülerinnen und Schülern mit Lernschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten; Beratung von psychologisch und seelsorgerisch qualifizierten Lehrkräften, die bei Lernstörungen, Konflikten und krisenhaften Lebenssituationen den Schülerinnen und Schülern mit Rat und Tat zur Seite stehen
  • Unterstützung bei pädagogischer, psychologischer, u.ä. Informationssuche Zusammenarbeit mit Polizei, Jugendamt, Amtsarzt, Schulpsychologie
  • Drogenberatung in der 8. Klasse durch Polizeihauptkommissar Herrn Henke
  • Ernährungssprechstunde
  • Beratung durch Sportkoordination
  • Beratung zur Studienund Berufsorientierung

 

studien

VII. Studien- und Berufsorientierung

Seit 2013 nimmt das Apostelgymnasium als eines der ersten Kölner Gymnasien an der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) teil. Ziel der landesweiten Initiative ist es, den Übergang zwischen Schule und Berufsleben für die Schülerinnen und Schüler möglichst transparent, zielgerichtet und reibungslos zu gestalten.

Nordrhein-Westfalen ist das erste Flächenland, welches dieses verbindliche Übergangssystem für alle Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 schulformübergreifend eingeführt hat.

Bestandteile der Initiative sind standardisierte Elemente, die von Jahrgang 8 bis hin zur Q2 spiralcurricular aufeinander aufbauen und den Schülerinnen und Schülern einen optimalen Übergang in die Berufswelt ermöglichen sollen.

 

entwicklung

VIII. Fortbildung, Ausbildung

Fortbildung

Der schulinterne Fortbildungsbedarf des Kollegiums wird in den Gremien der Schule (Fachkonferenzen, Lehrerrat, Lehrerkonferenz) ermittelt. Auf dieser Grundlage finden dreimal jährlich ganztägige schulinterne Fortbildungsveranstaltungen (Pädagogische Tage) statt. Ergänzend können Pädagogische Nachmittage durchgeführt werden. Die Teilnahme der Lehrkräfte an Fortbildungsveranstaltungen fremder Träger wird im Rahmen der schulischen Möglichkeiten unterstützt. Ein kollegialer Austausch und Personalgespräche zwischen der Schulleitung und den Lehrerinnen und Lehrern dienen der Reflexion und der Evaluation der beruflichen Arbeit.

Ausbildung

Grundlage der Ausbildung der Referendare und Referendarinnen ist das vom Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) und der Schule gemeinsam entwickelte Ausbildungsprogramm, das fortlaufend evaluiert und weiterentwickelt wird. Die Ausbildung der Referendare/Referendarinnen wird von Ausbildungsbeauftragten (ABB) koordiniert, die regelmäßige Schulgruppensitzungen auf Basis des Ausbildungsprogramms mit den Referendaren und Referendarinnen durchführen. Regelmäßige Unterrichtsnachbesprechungen sowie weitere Beratungsgespräche mit Ausbildungslehrern und Ausbildungslehrerinnen, ABBs und Schulleitung dienen der Reflexion und Qualifizierung.

In Zusammenarbeit mit der Universität zu Köln (Zentrum für Lehrerbildung, ZfL) und den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) werden Studierende im Praktikum bzw. Praxissemester betreut.

vereinbarung

X. Schulvereinbarung

Schulvereinbarung zwischen den Lehrerinnen und Lehrern (Lehrer), den gesetzlichen Vertretern bzw. Vertreterinnen der Schülerinnen und Schüler (Eltern) und den Schülerinnen und Schülern (Schüler) über ihre Zusammenarbeit am Apostelgymnasium (APG)

Leitgedanke dieser Verhaltensvereinbarung zwischen den Lehrern, Eltern und Schülern des Apostelgymnasiums (APG) ist die Verwirklichung eines verbindlichen Orientierungsrahmens für einen wertschätzenden Umgang miteinander. Sie wurde von der Lehrerschaft, vertreten durch ihre gewählten Repräsentanten, der Elternschaft, vertreten durch gewählte Vertreter/innen der Schulpflegschaft und durch die Schülerschaft, vertreten durch gewählte Vertreter/innen der Schülervertretung, gemeinsam erarbeitet und von der Schulkonferenz des APG am 2. Juni 2005 beschlossen.

Diese Vereinbarung lässt die geltenden Rechtsvorschriften unberührt, insbesondere das Schulrecht des Landes Nordrhein-Westfalen, also beispielsweise das Schulgesetz. Sie berührt auch nicht die Hausordnung und die anderen vom APG selbst gesetzten schulinternen Vorschriften, sondern erstrebt eine schulinterne Präzisierung im außerrechtlichen Bereich, um die Zusammenarbeit der die Schule tragenden Partner - Lehrer, Eltern und Schüler – transparent zu machen und durch Verhaltensvereinbarungen zu stärken. Sie versucht bewusst, neben die bisherige Verordnungskultur eine ergänzende Beziehungskultur zu begründen.

1. Voraussetzungen für eine gute Schule und einen guten Unterricht

Wir, d.h. Schüler, Eltern und Lehrer des APG, fühlen uns gemeinsam für das Gelingen von Schule verantwortlich und sind uns dieser Verantwortung auch nach außen bewusst.

Wir begegnen einander mit Achtung, Anerkennung und Toleranz.

Unser Umgang miteinander ist durch einen ruhigen, freundlichen Umgangston, das Bemühen um offene, ehrliche Kommunikation und Höflichkeit bestimmt.

An unserer Schule dulden wir weder sprachliche noch körperliche Gewalt. Konflikte versuchen wir deshalb gewalt- und niederlagenfrei zu lösen.

Wir bemühen uns um ein Schulklima, das von Verantwortung, gegenseitiger Rücksichtnahme und Unterstützung geprägt ist. So wird das menschliche Miteinander, das Lernen, Lehren und Erziehen für alle Beteiligten leichter.

2. Aufgaben von Lehrern, Schülern und Eltern

Lehrer, Schüler und Eltern tragen auf unterschiedliche Weise zum Gelingen von Schule bei:

Lehrer,

  • indem sie ihre Aufgaben gewissenhaft erfüllen,
  • Schüler bestmöglich fördern und
  • sich selbst als Lernende verstehen.

 Schüler,

  • indem sie ihr Wissen und Können mehren,
  • ihr Lernen zunehmend selbstständig organisieren und
  • zu einer offenen, sich selbst fordernden Lernhaltung finden.

Eltern,

  • indem sie ihrer Tochter oder ihrem Sohn Rückhalt geben,
  • sie/ihn unterstützend begleiten und
  • ihr/ihm angemessenen Freiraum geben und
  • indem sie die Bemühungen der Lehrer unterstützen und mittragen.

 


Ein guter erfolgreicher Unterricht setzt gewissenhafte Vorbereitung voraus:

Aufgabe des Lehrers ist es, einen anregenden und lehrreichen Unterricht zu planen und durchzuführen.

Aufgabe des Schülers ist es, die geforderten Vorarbeiten zu leisten, die nötigen Hilfsmittel bereitzuhalten und aktiv am Gelingen des Unterrichts mitzuwirken. Dies gilt auch für Vertretungsstunden.

Aufgabe der Eltern ist es, darauf zu achten, dass die Schüler/innen ihre häuslichen Arbeiten gewissenhaft erledigen, über das notwendige Arbeitsmaterial, einen Arbeitsplatz und genügend Arbeitszeit zu Hause verfügen sowie regelmäßig, pünktlich und gut vorbereitet zum Unterricht erscheinen.

Alle Beteiligten sind verantwortlich für Ordnung, Sauberkeit und einen respektvollen Umgang mit Sachwerten.


3. Grundsätze zum Umgang mit Verstößen gegen diese Vereinbarung

Bei Konflikten und bei Verstößen gegen diese Vereinbarung, die beim Zusammenleben in der Schule auftreten können, soll zunächst über den Weg der Kommunikation Einsicht und Besserung erzielt werden.

Bei Konflikten zwischen Schülern, Lehrern und Eltern sollte ein Gespräch zwischen den unmittelbar betroffenen Personen stattfinden. Falls keine Einigung erzielt werden kann, sollte eine von den Konfliktparteien akzeptierte Vertrauensperson als Mediator hinzugezogen werden. Kann keine Verständigung erreicht werden, wird die Schulleitung eingeschaltet.

Auf Verstöße gegen die Regelungen dieser Vereinbarung folgen Reaktionen, die

- die Beteiligten zur Einsicht in den verursachten Schaden bewegen sollen,

- es ermöglichen, eine Wiedergutmachung einzuleiten und

- die Entwicklung des Einzelnen fördern.

Wenn es die Situation erfordert, werden außerhalb dieser Vereinbarung die notwendigen pädagogischen und Ordnungsmaßnahmen im Rahmen des geltenden Schulrechts angewendet oder gegebenenfalls ordnungsbehördliche (z.B. bei abfallrechtlichen Verstößen) oder strafrechtliche Verfahren (z.B. bei Sachbeschädigungen, Gewalt- und Drogendelikten) eingeleitet.

4. Schlussbestimmungen

Diese Schulvereinbarung tritt mit dem Tage ihrer Veröffentlichung im Apostelinfo in Kraft.

Sie wird jedem Schüler, den Eltern und den Lehrern des APG zu Beginn des auf den Beschluss der Schulkonferenz folgenden Schuljahrs ausgehändigt. Ebenso ist bei jedem Neuzugang eines Schülers und bei jeder Neueinstellung eines Lehrers zu verfahren.

Sie ist als Aushang in den allgemeinen Bekanntmachungen im Foyer des APG und in den Klassenräumen allgemein zugänglich.

Zu Beginn eines jeden Schuljahrs besprechen die Klassenleiter/innen mit ihren Schüler/innen gründlich und altersgerecht die Vereinbarung.

Jeder Schüler und jede Schülerin haben diese Vereinbarung zu Beginn des auf den Beschluss der Schulkonferenz folgenden Schuljahrs oder bei jedem sonstigen Eintritt in das APG als persönliches Versprechen mit ihrer Unterschrift zu bekräftigen und dem Klassenleiter/in zu übergeben.

Die Bestimmungen der Hausordnung des APG, zum Entschuldigungsverfahren, zur Drogenprävention und die nach § 53 des Schulgesetzes NRW vom 15. Februar 2005 zulässigen erzieherischen Einwirkungen und Ordnungsmaßnahmen werden als ergänzende Hinweise als Anlagen dieser Vereinbarung beigefügt.


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XI. Anlagen


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