Aktuell

Auch in diesem Schuljahr tritt das APG mit zwei engagierten Teams bei der FIRST LEGO League an.

Neben der Programmierung eines autonomen LEGO-Roboters gehört es zu den Aufgaben der Teams, einen Forschungsvortrag zu einem selbst gewählten Thema zu erarbeiten. Das diesjährige Motto lautet Archäologie – ein spannendes Feld, das Technik und Geschichte verbindet.

Im Folgenden präsentieren die Teams ihre Forschungsergebnisse in kompakter Form:

Der Smart-Spaten - Ein Werkzeug, das mehr als graben kann

Das Grundkonzept des Smart‑Spatens ist einfach, aber wirkungsvoll: Er soll Archäologinnen und Archäologen dabei unterstützen, präziser, sicherer und effizienter zu arbeiten. Durch integrierte Sensoren erkennt das Gerät, ob sich im Boden Erde, Stein oder möglicherweise ein empfindliches Artefakt befindet. Bevor es zu Beschädigungen kommt, warnt der Spaten rechtzeitig – ein entscheidender Vorteil bei sensiblen Ausgrabungen.

Archäologie in 3D - Rekonstruktion von Siedlungen auf dem nächsten Level

Wir sind das Team Future Force APG der Robotik-AG. Der Wettbewerb besteht aus zwei Teilen: Zum einen müssen wir einen Roboter bauen, der einen Parcours möglichst schnell und fehlerfrei bewältigt. Zum anderen müssen wir zu dem jährlichen Thema einen Forschungsauftrag bearbeiten. Von uns wird erwartet, dass wir mit Forschern und Expert*innen sprechen, um ein konkretes Problem zu identifizieren.

Die Herausforderung:
Die Rekonstruktion und Datenerfassung archäologischer Siedlungen ist sehr kompliziert und zeitaufwendig. Für die Vermessung und Zuordnung der vielen Details entsteht eine überkomplexe Menge an Informationen, die oft nur noch für spezialisierte Profis zugänglich und verständlich ist. Dadurch wird die archäologische Arbeit für interessierte Laien weniger attraktiv und schwer zugänglich.

Die Aufgabe:
Wir haben nach einem Weg gesucht, diese Komplexität zu reduzieren und archäologische Funde und Siedlungen verständlicher darzustellen.

Die Lösung:
Zusammen mit Sweet Home 3D haben wir ein Programm erstellt, mit dem man Siedlungen im Verhältnis 1:Bildschirmgröße als 3D-Modell darstellen kann. So lassen sich alle Details aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten – selbst dann, wenn die Grabungen bereits in tiefere Schichten fortgesetzt wurden.
Kleinere und/oder mittelgroße Funde können mithilfe eines Scanners in 3D-Modelle umgewandelt werden. Das Scannen größerer Ausgrabungsfunde (z. B. Mauern) ist auch mit einer Smartphone-Kamera möglich, da viele Geräte bereits über einen integrierten Scanner verfügen. Mit einem einfachen Programm kann dieser genutzt werden, um kostengünstig 3D-Modelle der Funde zu erstellen.

Die nächsten Schritte:
Weiter gedacht stellen wir uns eine App im Stil von Google Maps vor, die Fundorte und Datierungen aus aller Welt anzeigt. Eine Art Open Space, in dem sich Archäolog*innen und andere Fachleute austauschen können und in dem Laien und Interessierte die Funde und Siedlungen im Spectator-Modus betrachten können.

Das Robot Game:
Neben dem Forschungsauftrag ist das Robot Game ein zentraler Bestandteil der First Lego League. Dabei haben wir einen LEGO-Roboter gebaut und programmiert, der selbstständig verschiedene Missionen auf einem Spielfeld ausführt. Ziel ist es, in einer begrenzten Zeit möglichst viele Aufgaben präzise und zuverlässig zu lösen. Dabei kommt es nicht nur auf Schnelligkeit an, sondern auch auf Teamarbeit, clevere Programmierung und kontinuierliche Verbesserung unseres Roboters.