gemeinsam lernen

Seit dem Schuljahr 2013/14 stellt sich das Apostelgymnasium der Herausforderung der Inklusion. Inklusion in der Schule bedeutet, dass allen Schülerinnen und Schülern, mit und ohne Behinderung, die Möglichkeit gegeben wird, gemeinsam zu lernen und ohne Hürden miteinander und voneinander zu lernen. Inklusion ist ein Menschenrecht, das in der UN – Menschenrechtskonvention festgeschrieben und im Jahr 2009 auch von Deutschland unterzeichnet wurde.

Unser Weg des gemeinsamen Lernens am Apostelgymnasium begann mit der Aufnahme von vier Schülerinnen und Schülern mit dem Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation. Damit diese Schülerinnen und Schüler dem Unterricht unter gleichen Bedingungen wie ihre Mitschüler und Mitschülerinnen folgen können, arbeiten wir in den „Inklusionsklassen“ mit Mikrofonen und einer FM – Anlage. Doch allein durch technische Unterstützung ist es nicht getan. Gemeinsames Lernen erfordert einen sensiblen Blick für den Einzelnen, im speziellen Fall der Schülerinnen und Schüler mit differenziertem Hörvermögen muss stets auf geeignete Raumarrangements geachtet werden und geprüft werden, ob die Kinder dem Unterricht auch wirklich folgen können. Unterstützt werden wir hierbei von Sonderpädagoginnen der benachbarten Förderschule für Hören und Kommunikation, die regelmäßig auch Fortbildungen zur Sensibilisierung für diesen Förderschwerpunkt anbieten.

Unser Weg des gemeinsamen Lernens geht weiter – seit dem Schuljahr 2015/16 haben wir uns auch für andere Förderschwerpunkte geöffnet, zum Beispiel dem Förderschwerpunkt Lernen. Hier sind wir aber noch ganz am Anfang und müssen unsere Arbeit weiter entwickeln, was auch von der Bereitstellung erforderlicher Ressourcen durch die Bezirksregierung abhängt.

Somit entwickelt sich auch unser Inklusionskonzept stets weiter. Als feste Bestandteile können aber die folgenden Aspekte genannt werden:

  • Kennenlernen der Kinder in der Anmeldephase und vor dem Schulwechsel
  • Beratungsgespräch mit Eltern
  • Hospitationen in Grundschulen und Gespräch mit GrundschullehrerInnen
  • nach Möglichkeit reduzierte Klassenstärke in den Klassen mit Förderbedarf
  • Unterstützung durch Sonderpädagogen in Form von Teamteaching, individueller Förderung einzeln oder in kleinen Gruppen, Beratung, Förderplanerstellung
  • Sonderpädagogen als Teil des Lehrerkollegiums
  • Information der LehrerInnen im Vorfeld
  • Unterstützung/Beratung bei Fragen der Raum und Sachmittelausstattung

Jedes Konzept braucht aber auch eine entsprechende Haltung, um Wirklichkeit zu werden. Wir am Apostelgymnasium betrachten Inklusion als Chance den Einzelnen in seiner Einzigartigkeit mehr in den Blick zu nehmen, individuelle Stärken zu fördern und gemeinsam voneinander zu lernen. So profitieren wir alle und entwickeln unsere Schulkultur weiter.
Dabei hilft uns sicherlich auch der bald fertiggestellte Neubau mit Raum für vier Inklusionsklassen und ihre räumlichen Bedürfnisse.
Wenn Sie Fragen zur Inklusion am APG haben, wenden Sie sich bitte an unser Inklusionsteam:

Frau Lexis, Frau Rau, Frau Tegethoff