Arbeiten der Schüler*innen des Kunst GK1 (Q1)
Grundlage unserer Arbeiten bilden ausgewählte Fotografien aus der Serie EXODUS des Fotografen Sebastião Salgado, die von uns auf Holztafeln grafisch interpretiert und neu gestaltet wurden.
Im Mittelpunkt des Projekts stand die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Flucht und Fluchtbewegung. Ziel war es, nicht nur das Sichtbare abzubilden, sondern insbesondere die emotionale, soziale und existenzielle Dimension von Vertreibung und Migration erfahrbar zu machen. Die Werke sollen die Betrachterinnen und Betrachter für die Schwere, die Unsicherheit und die oftmals ausweglose Situation der Geflüchteten sensibilisieren.
Eine wesentliche inhaltliche Erweiterung unserer Arbeit stellte der Besuch der Ausstellung des Künstlers William Kentridge dar. Seine künstlerische Auseinandersetzung mit politischer und gesellschaftlicher Repression, mit Bewegung, Verlust und Identität, lieferte wichtige Impulse für unsere eigene Bildsprache und vertiefte unser Verständnis für die Darstellung von Flucht als fortwährenden, dynamischen Prozess.
Für die praktische Umsetzung wählten wir bewusst Kohle als zentrales Gestaltungsmittel. Durch ihre Ausdrucksstärke, ihre Rohheit und ihre Möglichkeit zu starken Hell-Dunkel-Kontrasten eignet sie sich in besonderer Weise, um die Härte und Dramatik der dargestellten Situationen hervorzuheben. Die Reduktion auf eine kontrastreiche, nahezu monochrome Farbigkeit verstärkt die emotionale Wirkung und lenkt den Blick auf das Wesentliche.
Die auf Holztafeln entstandenen Arbeiten verbinden Fotografie, Zeichnung und Materiallehre. Sie sollen nicht nur ästhetisch ansprechen, sondern auch berühren und zum Nachdenken anregen, um ein Bewusstsein für das Thema Flucht zu schaffen.