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Die japanische Philosophie des Unperfekten. Eine Ausstellung von Miriam Mertens

Im Rahmen der Begabten- und Interessenförderung im Fach Philosophie setzte sich Miriam Mertens intensiv mit der japanischen Philosophie und Ästhetik des Wabi-Sabi auseinander – einem Konzept, das Vergänglichkeit, Unvollkommenheit und die Schönheit des Natürlichen in den Mittelpunkt stellt und in seiner heutigen Ausprägung eng mit der japanischen Teekultur verbunden ist.

Auf die theoretische Auseinandersetzung folgte ein künstlerisch-praktischer Teil: In einer fotografischen Serie hielt Miriam Motive wie moosbewachsene Steine, verwitterte Grabsteine, schmelzenden Schnee und andere Spuren der Vergänglichkeit fest. Ihre Fotografien machen sichtbar, wie Schönheit gerade im Wandel, in der Alterung und im Prozess des Vergehens entstehen kann.

Die entstandenen Werke wurden in einer Ausstellung präsentiert und traten dort in einen eindrucksvollen Dialog mit japanischer Keramik renommierter Künstler wie Yamada Kazu, Shiro Tsujimura und Hori Ichirō. Das Projekt stieß sowohl lokal als auch international auf große Anerkennung. Mehrere bedeutende japanische Galerien würdigten die Ausstellung in den sozialen Medien mit begeisterten Rückmeldungen. Zudem besuchte eine Vertreterin des Museums für Ostasiatische Kunst Köln die Ausstellung und lobte die außergewöhnliche Verbindung philosophischer Reflexion, fotografischer Gestaltung und japanischer Keramikkunst.