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Gesprächsabend und Ausstellungseröffnung anlässlich des 150. Geburtstages von Konrad Adenauer

Ein kurzerSchwarz-Weiß-Film führte die Gäste zu Beginn in das Jahr 1964: In der Aula des Apostelgymnasiums findet die feierliche Vergabe der Abiturzeugnisse statt. Auf der Bühne vor dem Kricke-Relief: Forsythien, Blumenbouquets, Orchester und Knabenchor; im Saal: Männer in schwarzen Anzügen und Damen in gediegener Garderobe. Festredner der Abiturienten ist Konrad Adenauer, der spätere Notar und Pflegschaftsvorsitzende am Apostelgymnasium. Unter den Gästen und gleichfalls Festredner: Konrad Adenauer, Bundeskanzler a.D., Abiturient des Apostelgymnasium 1894 und Großvater seines gleichnamigen Enkels. 

Anknüpfend an den Film entwickelt sich im Hier und Jetzt ein höchst lebendiges, informatives und kurzweiliges Gespräch. Das Apostelgymnasium und sein Bildungspartner, die Stiftung Bundeskanzler Adenauer Haus in Rhöndorf, hatten eingeladen: Prof. Dr. Kießing (Lehrstuhlinhaber für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Bonn und Autor einer maßgeblichen Biographie zu Konrad Adenauer), Frau Dr. Schössler (Geschäftsführerin und Vorstandsmitglied der Stiftung Bundeskanzler Adenauer Haus) und Konrad Adenauer (Notar, Vorstandsmitglied in zahlreichen Vereinen und Verbänden und Enkel des ersten deutschen Bundeskanzlers). Moderiert wird das Gespräch von Dr. Frank Schweppenstette (Geschichtslehrer am Apostelgymnasium, Fachleiter am Studienseminar und stv. Vorsitzender des Verbandes der Geschichtslehrerinnen und -lehrer in Deutschland).

Adenauer als Familienpatriarch, als entscheidungsstarker Gestalter der Demokratie in der jungen Bundesrepublik, als derjenige, der die Bundesrepublik gegen Widerstände auch in der eigenen Partei fest im Westen verankerte und die deutsche Verantwortung gegenüber Israel zur Leitline seines politischen Handelns machte. Zugleich als derjenige, der trotz NS-Belastungen am Juristen Hans Globke als Chef des Bundeskanzleramtes festhielt. Darüber hinaus sein ungewollter Abschied vom Amt und seine Rolle als erster führender deutscher Politiker, der mit dem neuen Medium Fernsehen umzugehen hatte. Und nicht zuletzt die Frage, weshalb die Rezeption seiner Person und Politik bis heute in West und Ost höchst unterschiedlich ist. Reichlich Themen und Gesprächsanlässe für die illustre Runde.

Zudem wurde in der Aula die sehr informative Wanderausstellung "Demokratie, Freiheit, Europa. Konrad Adenauer" eröffnet. Nach Stationen im Berliner Paul-Löbe-Haus und im nordrhein-westfälischen Landtag ist sie noch bis zu den Sommerferien im Apostelgymnasium zu sehen. Sie sind zu einem Besuch herzlich eingeladen! Wir danken allen Gästen für Ihre Teilnahme.

 

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