Im Kunstunterricht der Q1 beschäftigte sich der GK1 mit den fantastischen und häufig grotesken Monstern der Künstler Hieronymus Bosch und Pieter Bruegel.

Durch die intensive Betrachtung ihrer Werke analysierte der Kurs typische Merkmale wie ungewöhnliche Körperformen, das Zusammenspiel menschlicher, tierischer und mechanischer Elemente sowie die äußerst detailreiche Ausarbeitung der Figuren. Besonders der vielseitige Einsatz von Schraffuren – Parallel-, Kreuz- und Bogenschraffuren – fiel als wesentliches Mittel zur Erzeugung von Plastizität und Körperillusion auf. Auf Grundlage dieser Beobachtungen entwickelten die Schülerinnen und Schüler anschließend eigene Vorzeichnungen für ein etwa 5x5 cm großes „Monster“. Ziel war es, charakteristische Stilmittel der historischen Vorbilder aufzugreifen und zugleich individuelle, kreative Ideen einzubringen. Ein zentraler Fokus lag auf dem bewussten Einsatz verschiedener Schraffurtechniken, um Volumen sowie Licht- und Schattenwirkungen überzeugend herauszuarbeiten. 

Im nächsten Schritt übertrugen die Schüler ihre Zeichnungen auf Zinnplatten, indem sie die Linien mit der Radiernadel sorgfältig und ausreichend tief einritzten, sodass sie später im Druck klar hervortreten würden. Nach der Fertigstellung aller Platten begann der Druckprozess: Zunächst wurde die Druckfarbe aufgetragen und gründlich in die Vertiefungen eingerieben. Anschließend entfernten die Schülerinnen und Schüler überschüssige Farbe von der Oberfläche, sodass nur die eingeritzten Linien farbig gefüllt blieben. Danach wurde die Platte in der Druckpresse positioniert, mit angefeuchtetem Druckpapier abgedeckt und durch die Presse geführt. Auf diese Weise entstanden klare Drucke, die die feinen Linienstrukturen und Schraffuren sichtbar machten und die plastische Wirkung der entworfenen Monster eindrucksvoll hervorhoben.